Am 4.12. in Oldenburg zu Gast: Elisabeth Osei Agyei (Kakaobäuerin aus Ghana), Sandra Kwabea Sarkwah (SEND-Ghana) und Evelyn Bahn (INKOTA-netzwerk)

19 Uhr im PFL, Peterstraße 3, Oldenburg

In den Supermarktregalen stapelt sich die Weihnachtsschokolade, viele freuen sich gerade am Jahresende auf den süßen Genuss. Doch Schokolade macht nicht alle glücklich: Kakaobauernfamilien in Ghana leiden unter den niedrigen Kakaopreisen. Von einem Euro, den eine Tafel bei uns kostet, erhalten die Bäuerinnen und Bauern gerade einmal sechs Cent. Zum Überleben reicht das kaum: Vor allem in Westafrika leben die Familien deutlich unter der Armutsgrenze. Die Menschen haben keinerlei Einfluss auf den Preis, den sie für ihre harte Arbeit auf den Kakaoplantagen erhalten.
Was muss passieren, damit Schokolade endlich fair wird?

Sandra Kwabea Sarkwah (30) ist Projektkoordinatorin bei der Nichtregierungsorganisation SEND-Ghana. Die INKOTA-Partnerorganisation unterstützt Kakaobauernorganisationen dabei, ihre Rechte gegenüber der ghanaischen Regierung und der Schokoladenindustrie einzufordern. Bei der Veranstaltung wird sie einen Überblick über die Situation im Kakaoanbau in Ghana geben und über die Arbeit von SEND berichten.

Elisabeth Osei Agyei (41) ist Kakaobäuerin aus Asamankese in der Eastern Region von Ghana. Sie ist Mitglied bei Kuapa Kokoo, der größten ghanaischen Kakaokooperative. Bei der Veranstaltung wird sie aus erster Hand über den Alltag von Kakaobäuerinnen und –bauern und insbesondere über die Situation von Frauen im Kakaosektor berichten.

Evelyn Bahn (38) ist beim INKOTA-netzwerk für die Kampagne Make Chocolate Fair! zuständig, die sich dafür einsetzt, die Lebensbedingungen der Kakaobäuerinnen und –bauern in Westafrika zu verbessern. Bei der Veranstaltung wird sie darstellen, wie VerbraucherInnen und die Politik in Deutschland dazu beitragen können, die Situation in den Anbauländern zu verbessern.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Brot für die Welt Oldenburg, der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe, der Klima-Allianz Oldenburg und dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg (ÖZO) angeboten.